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Online-Rezeption mit Hosting in Deutschland

Online-Rezeption mit Hosting in Deutschland: Warum der Serverstandort allein nicht ausreicht. Worauf Praxen bei Datenschutz, Verschlüsselung, Zugriffsrechten, Löschfristen und Sicherheitsnachweisen wie dem C5-Testat achten sollten.

Abstract

Online-Rezeptionen erleichtern die digitale Kommunikation zwischen Patient:innen und Arztpraxis, verarbeiten dabei jedoch regelmäßig sensible Gesundheitsdaten. Der Beitrag zeigt, welche Rolle Hosting in Deutschland für Datenschutz und Datensicherheit spielt, warum der Serverstandort allein nicht ausreicht und worauf Praxen bei der Auswahl eines Anbieters achten sollten. Zudem wird erläutert, wie DocMedico durch deutsche Datenverarbeitung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Mehr-Faktor-Authentifizierung und ein C5-Testat zum Schutz sensibler Patientendaten beiträgt.

Terminanfragen, Rezeptbestellungen und Dokumente lassen sich heute bequem digital übermitteln. Dabei werden jedoch regelmäßig personenbezogene Daten verarbeitet – teilweise besonders sensible Gesundheitsdaten. Für Arztpraxen stellt sich deshalb nicht nur die Frage, was eine Online-Rezeption leisten kann, sondern auch, wo und wie die Informationengespeichert und geschützt werden.

Was versteht man unter einer Online-Rezeption?

Eine Online-Rezeption ist eine digitale Kontaktstelle zwischen Patient:innen und Praxis. Sie wird in die Praxis-Website eingebunden und ermöglicht es, Anliegen unabhängig von den telefonischen Sprechzeiten zu übermitteln.

Je nach Funktionsumfang können Patient:innen Termine anfragen, Rezepte und Überweisungen anfordern, Formulare ausfüllen, Befunde versenden oder Nachrichten an die Praxis senden. Die Anfragen werden zentral gebündelt und vom Praxisteam strukturiert bearbeitet. So lassen sich wiederkehrende Telefonate und organisatorische Unterbrechungen reduzieren.

Warum ist Datenschutz besonders wichtig?

Bereits die Information, dass eine Person eine bestimmte Arztpraxis kontaktiert, kann Rückschlüsse auf ihren Gesundheitszustand ermöglichen. Werden zusätzlich Symptome, Medikamente oder Befunde übermittelt, handelt es sich regelmäßig um Gesundheitsdaten.

Gesundheitsdaten gehören nach Artikel 9 der Datenschutz-Grundverordnung zu den besonders geschützten Kategorien personenbezogener Daten. Praxen müssen Patient:innen transparent informieren und geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen treffen. Wird ein externer Anbieter eingesetzt, bleibt die Praxis für dessen sorgfältige Auswahl und den datenschutzgerechten Einsatz verantwortlich.

Was bedeutet Hosting in Deutschland?

Hosting bedeutet, dass Anwendungen und die dazugehörigen Daten auf Servern eines Rechenzentrums betrieben werden. Von „Hosting in Deutschland“ spricht man, wenn sich diese Server beziehungsweise Rechenzentren physisch in Deutschland befinden.

Für eine verlässliche Bewertung sollte jedoch geprüft werden, ob die gesamte relevante Datenverarbeitung in Deutschland erfolgt. Dazu gehören neben Patientendaten auch Backups, Protokolldaten, technische Administration, Supportzugriffe, Unterauftragnehmer und Schnittstellen.

Gut zu wissen: „In Deutschland gehostet“ und „DSGVO-konform“ sind nicht dasselbe. Der Serverstandort ist ein wichtiger Baustein des Datenschutzkonzepts, ersetzt aber keine rechtliche und technische Gesamtprüfung.

Welche Vorteile bietet Hosting in Deutschland?

Nachvollziehbare Datenwege

Werden Daten ausschließlich in deutschen Rechenzentren verarbeitet und bestehen keine Zugriffe aus Drittländern, lassen sich die Datenwege häufig leichter dokumentieren. Das kann die Prüfung des Dienstleisters und die Erstellung der Datenschutzinformationen vereinfachen.

Entscheidend ist jedoch nicht nur der Standort des Rechenzentrums. Auch der Sitz des Anbieters, seine Unterauftragnehmer und deren Zugriffsmöglichkeiten sind relevant.

Weniger Fragen zu internationalen Übermittlungen

Bleibt die Verarbeitung vollständig in Deutschland oder im Europäischen Wirtschaftsraum, sind keine zusätzlichen Schutzinstrumente allein wegen einer Drittlandübermittlung erforderlich. Greifen jedoch Supportteams oder Unterauftragnehmer aus einem Drittland auf die Daten zu, muss dieser Zugriff gesondert geprüft werden. Die DSGVO enthält hierfür besondere Vorgaben zu internationalen Datenübermittlungen.

Reicht der Serverstandort aus?

Nein. Eine sichere Online-Rezeption benötigt ein umfassendes Datenschutz- und Sicherheitskonzept.

Daten sollten während der Übertragung und Speicherung angemessen verschlüsselt sein. Rollen und Berechtigungen sollten so vergeben werden, dass Mitarbeitende nur auf die für ihre Aufgaben erforderlichen Informationen zugreifen können. Eine Mehr-Faktor-Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz, falls Zugangsdaten bekannt werden.

Ebenso wichtig sind geregelte Löschfristen, geschützte Backups und getestete Wiederherstellungsprozesse. Ein geeigneter Anbieter sollte zudem klare Abläufe für Datenschutz- und Sicherheitsvorfälle vorweisen können.

Welche Rolle spielt das C5-Testat?

Der Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue, kurz C5, wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt. Der Kriterienkatalog beschreibt Mindestanforderungen an sicheres Cloud-Computing. Dazu gehören unter anderem Zugriffssteuerung, Kryptografie, physische Sicherheit, Notfallmanagement und der Umgang mit Sicherheitsvorfällen.

Ein C5-Testat schafft Transparenz darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen ein Cloud-Anbieter eingerichtet hat und wie diese geprüft wurden. Bei einem Testat vom Typ 1 wird betrachtet, ob die Kontrollen zu einembestimmten Zeitpunkt geeignet ausgestaltet sind. Mehr Informationen zum C5-Testat lesen Sie hier.

Das DocMedico Logo grafisch dargestellt mit einem Sicherheitsschloss in der Mitte
Datenschutz hat bei DocMedico höchste Priorität. Deshalb ist DocMedico BSI-C5 zertifiziert.

Wie schützt DocMedico die Daten der Online-Rezeption?

Für DocMedico hat der Schutz sensibler Gesundheitsdaten höchste Priorität. Die Patientendaten der Online-Rezeption werden ausschließlich in Deutschland verarbeitet und gespeichert. Die Daten bei der Übertragung und Speicherung sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. DocMedico selbst hat keinen Einblick in die sensiblen Inhalte, der Zugriff liegt beim jeweiligen Kunden.

Um die eigenen Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar prüfen zu lassen, verfügt DocMedico über ein C5-Testat. Dieses bestätigt, dass die vorgesehenen Kontrollen zum geprüften Zeitpunkt geeignet ausgestaltet waren. Das Testat ist damit ein externer Nachweis über die Gestaltung der Informationssicherheitsmaßnahmen und nicht lediglich eine Selbstauskunft des Anbieters.

C5 bleibt dennoch ein Bestandteil eines größeren Sicherheitskonzepts. Entscheidend sind auch die Konfiguration der Praxis, der sorgfältige Umgang mit Benutzerkonten und angemessene Speicherfristen. Bei DocMedico können Kunden die Speicherdauer der Patientendaten selbst festlegen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Datenschutz und Sicherheit bei DocMedico.

Worauf sollten Praxen achten?

Vor der Einführung einer Online-Rezeption sollten Sie klären:

✓ Wo werden Patientendaten und Backups gespeichert?

✓ Wer kann auf die Daten zugreifen?

✓ Welche Unterauftragnehmer werden eingesetzt?

✓ Wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag angeboten?

✓ Wie werden Daten übertragen und gespeichert?

✓ Gibt es Mehr-Faktor-Authentifizierung und Benutzerrollen?

✓ Welche Löschfristen und Sicherheitsnachweise gelten?

Die Antworten sollten nicht nur in Werbeaussagen, sondern auch in Verträgen, technischen Unterlagen und Prüfberichten nachvollziehbar sein.

Fazit:

Deutsches Hosting und geprüfte Sicherheit gehören zusammen

Eine Online-Rezeption kann Anfragen strukturieren, das Praxisteam entlasten und Patient:innen einen zusätzlichen Kontaktweg bieten. Sobald Gesundheitsdaten verarbeitet werden, müssen Datenschutz und Informationssicherheit jedoch von Anfang an mitgedacht werden.

Hosting in Deutschland schafft hierfür eine wichtige Grundlage, reicht allein aber nicht aus. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus transparenten Datenwegen, Verschlüsselung, klaren Zugriffsrechten, geregelten Löschfristen und extern geprüften Sicherheitsmaßnahmen. DocMedico verbindet das Hosting in Deutschland mit diesen Schutzmaßnahmen und weist die Gestaltung seines Sicherheitskonzepts durch ein C5-Testat nach.

Quellen

[1] EuropäischeUnion: Verordnung (EU) 2016/679 – Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),insbesondere Art. 9, Art. 28 und Art. 32.

[2] Bundesamtfür Sicherheit in der Informationstechnik: Kriterienkatalog C5 – CloudComputing Compliance Criteria Catalogue.

[3] Kassenärztliche Bundesvereinigung: Datenschutzund Datenschutz-Grundverordnung in der Praxis.

[4] KassenärztlicheBundesvereinigung: IT-Sicherheit in Arzt- und Psychotherapiepraxen.

[5] DocMedico: Datenschutz und Sicherheit für die Arztpraxis.

[6] DocMedico: Funktionen der Online-Rezeption für Praxen, MVZ und Kliniken.

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© Copyright 2026 Docmedico GmbH
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