Digitales Marketing
als Arzt
Erfahren Sie hier mehr zum
Digitalen Marketing als Arzt.
Was bedeutet digitales Marketing für die Arztpraxis?
Marketing für einen Arzt umfasst alle Maßnahmen, die den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität einer Praxis steigern. Ziel ist es, durch den Aufbau von Vertrauen neue Patient:innen zu gewinnen und bestehende langfristig zu binden. Digitales Marketing unterscheidet sich dabei vom klassischen Marketing, da es sich gezielt auf Online-Kanäle und digitale Tools fokussiert, um die Praxis sichtbar und ansprechend zu präsentieren. [1] Im Folgenden lernen Sie fünf Formen des digitalen Marketings kennen, die sich besonders gut für Arztpraxen eignen.
Vor der Planung der konkreten Maßnahmen ist der erste Schritt jedoch eine durchdachte Strategie: Klären Sie vorab, welche Ziele Sie verfolgen und wen Sie erreichen möchten.
Worüber sollte ich mir vorab Gedanken machen?
Was möchte ich erreichen?
Überlegen Sie zunächst, welche Ziele Sie mit Ihrem digitalen Marketing als Arzt verfolgen. Eine gezielte Sichtbarkeit im Online-Bereich bildet die Grundlage dafür, den Bekanntheitsgrad Ihrer Arztpraxis zu steigern. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, jene Leistungen hervorzuheben, die Ihre Praxis von anderen unterscheiden. Authentische und klare Marketingbotschaften stärken zudem das Vertrauen der Patient:innen und unterstützen sowohl die Gewinnung neuer Patient:innen als auch die langfristige Bindung Ihres bestehenden Patientenstamms. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels kann Marketing als Arzt außerdem dazu beitragen, Ihre Praxis als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und qualifizierte Mitarbeitende anzusprechen. All diese Maßnahmen können sich langfristig positiv auf den Umsatz auswirken.
Wen möchte ich ansprechen?
Definieren Sie anschließend Ihre Zielgruppe so genau wie möglich. Überlegen Sie zunächst, ob Sie mit Ihrem Marketing als Arzt Patient:innen, Bewerber:innen oder beide Gruppen ansprechen möchten. Darauf aufbauend gilt es, demografische Merkmale sowie die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zu analysieren. Entscheidend ist dabei, diese Anforderungen mit Ihren angebotenen Leistungen in Einklang zu bringen. Das hilft Ihnen dabei, typische Fragen oder Erwartungen der Zielgruppe aufzugreifen und Ihre Zielgruppe damit konkret anzusprechen.[2]
Mithilfe von digitalem Praxismarketing lassen sich neue Patient:innen gewinnen und bestehende binden.
Was ist erlaubt, was nicht?
Die (Muster-)Berufsordnung für deutsche Ärzt:innen (§27 MBO-Ä) regelt, wie ein Arzt Marketing für die Arztpraxis betreiben darf.
Erlaubt ist:
✔ Sachliche, berufsbezogene Informationen
✔ Hinweise zu Qualifikationen, Weiterbildungen und Schwerpunkten
✔ Organisatorische Hinweise
Nicht erlaubt ist:
✗ Anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung
✗ Werbung mit Vorher-/Nachher-Bildern oder Patientenempfehlungen
✗ Werbung für Arzneimittel, Medizinprodukte oder kosmetische Verfahren, die als Heilversprechen gelten (siehe HWG)
Wie kann ich digitales Marketing für meine Arztpraxis betreiben?
1| Praxis-Website
Ihre Website ist meist der erste Berührungspunkt für neue Patient:innen. Sie sollte ansprechend, benutzerfreundlich und für Suchmaschinen optimiert (SEO) sein. Damit eine Website wirkt, braucht sie die richtigen Inhalte. Dazu gehören unter anderem gut sichtbare Kontaktdaten, Öffnungszeiten, ein übersichtlicher Leistungsbereich sowie eine sympathische Vorstellung des Teams. Entscheidend ist dabei immer eine Frage: "Was suchen Patient:innen auf der Website?". Achten Sie zudem auf die Optimierung für Smartphones und Tablets, da mobile Endgeräte andere Bildschirmformate und technische Anforderungen als Computer haben. Auch die gesetzlichen Vorgaben zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), zum Barrierefreiheitsgesetz und zum Impressum müssen zwingend umgesetzt werden. Für eine professionelle Website kann sich die Umsetzung von spezialisierten Anbietern wie Docmedico lohnen. Das kann Zeit, Kosten und Nerven sparen.
2| Google Unternehmensprofil und Online-Verzeichnisse
Mit einem Google-Unternehmensprofil wird Ihre Praxis bei lokalen Suchen leichter gefunden und besser sichtbar. Das Profil kann kostenlos erstellt werden. Dabei sollten zentrale Informationen wie Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten vollständig angegeben werden. Durch das Hinterlegen des Praxislogos sowie aussagekräftiger Fotos der Praxis wird das Profil persönlicher und professioneller zugleich. Zudem ermöglicht das Google-Unternehmensprofil die Darstellung eigener Angebote. Auch Beiträge können veröffentlicht und häufige Fragen beantwortet und öffentlich zugänglich gemacht werden. [3] Zusätzlich können Einträge in relevanten Verzeichnissen, beispielsweise bei der Kassenärztlichen Vereinigung, digitale Präsenz der Praxis sinnvoll ergänzen. Durch die zentrale Darstellung werden Praxen für Patient:innen in der jeweiligen Region leichter auffindbar, was die Sichtbarkeit erhöht und die Reichweite gezielt stärkt.
3| Social Media & Content Marketing
Social Media: Zu den sozialen Medien zählen unter anderem Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn oder YouTube. Diese Kanäle spielen auch bei Marketing für einen Arzt eine zunehmend wichtigere Rolle. Social Media bietet die Möglichkeit, in einen direkten Austausch mit Patient:innen zu treten und gezielt Informationen rund um die Praxis zu kommunizieren. Dadurch kann der Bekanntheitsgrad gesteigert und gleichzeitig Vertrauen aufgebaut werden. Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg ist jedoch eine strategische Planung sowie die regelmäßige und professionelle Pflege der jeweiligen Kanäle. [4]
Content Marketing: Durch Inhalte wie Blogartikel, Videos oder digitale Gesundheitsratgeber kann die fachliche Expertise der Praxis gezielt vermittelt werden. Auf diesem Weg lassen sich aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen und Aufklärung zu gesundheitlichen Themen bereitstellen. Dies trägt dazu bei, die Praxis als fachlich kompetent wahrzunehmen und das Vertrauen der Patient:innen langfristig zu stärken. [5]
4| Online-Reputation aktiv managen
Patientenbewertungen auf Google oder Jameda spielen eine wachsende Rolle bei der Arztwahl. Sie prägen den ersten Eindruck einer Praxis und beeinflussen maßgeblich das Vertrauen potenzieller Patient:innen. Daher ist es wichtig, Bewertungen regelmäßig zu beobachten und professionell auf Rückmeldungen zu reagieren, sowohl auf positive als auch auf kritische. Zufriedene Patient:innen können zudem gezielt um eine Bewertung gebeten werden. Ein aktives Bewertungsmanagement stärkt die Online-Reputation und unterstützt eine positive Außendarstellung der Praxis. [6]
Hinweis: Ihre Listung auf Bewertungsportalen erfolgt unabhängig von Ihrer Zustimmung.
5| Suchmaschinenwerbung (SEA) und Social Ads
Bezahlte Anzeigen über Google Ads oder Social Ads können dabei helfen, gezielt neue Patient:innen zu gewinnen. Dabei wird Personen, die gezielt nach einer Leistung suchen, Ihre Arztpraxis als eines der ersten Suchergebnisse vorgeschlagen. Dies erhöht nicht nur die Sichtbarkeit, sondern ermöglicht auch eine besonders zielgerichtete Ansprache potenzieller Neupatient:innen. Je nach Praxisstandort und Fachrichtung kann dies ein sinnvoller Schritt sein. Wichtig ist jedoch auch hier, die oben genannten Regeln der (Muster-)Berufsordnung für deutsche Ärzt:innen zu beachten.
Fazit: Warum digitales Marketing für Arztpraxen unverzichtbar ist
Digitales Marketing bietet einem Arzt vielfältige Möglichkeiten, sichtbar zu bleiben, Vertrauen aufzubauen und gezielt neue Patient:innen sowie Mitarbeitende anzusprechen. Entscheidend für den Erfolg ist eine klare Strategie, die sich an den eigenen Zielen, der definierten Zielgruppe und den rechtlichen Rahmenbedingungen orientiert. Werden die verschiedenen digitalen Maßnahmen sinnvoll kombiniert und kontinuierlich gepflegt, kann digitales Marketing für einen Arzt einen nachhaltigen Beitrag zur positiven Entwicklung und Zukunftssicherung der Praxis leisten.
Häufige Fragen
Bewertungen auf Google oder anderen Portalen wie jameda sind sehr wichtig. Potenzielle Neupatient:innen orientieren sich häufig an den Erfahrungen anderer und nutzen Bewertungen als wichtige Entscheidungshilfe. Eine hohe Anzahl negativer Bewertungen kann daher dazu führen, dass eine Arztpraxis bewusst gemieden wird.
Es gibt zahlreiche kostenlose Möglichkeiten, unter anderem durch Social Media Beiträge oder die Erstellung eines Google-Unternehmensprofils. Der Preis von kostenpflichtige Maßnahmen wie Suchmaschinenwerbung oder die Erstellung einer Website variieren hingegen je nach Umfang, Zielsetzung und Anbieter.
Eine Übersicht der Preise für eine Website von Docmedico finden Sie hier:
Einer der häufigsten Fehler im Praxismarketing ist die fehlende regelmäßige Pflege von Marketingkanälen wie der Website oder Social Media Auftritten. Nur wenn Inhalte aktuell gehalten werden, können diese Kanäle dauerhaft sichtbar bleiben und zugleich Vertrauen bei Patient:innen aufbauen.
Möglicherweise ist die Website der Praxis derzeit nicht ausreichend sichtbar. Eine kontinuierliche Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist essenziell, um gut gefunden zu werden. Ergänzend kann der Einsatz von Suchmaschinenwerbung (SEA) dazu beitragen, die Sichtbarkeit gezielt zu erhöhen und relevante Zielgruppen schneller zu erreichen.
Beim Marketing für Arztpraxen gilt es, zahlreiche rechtliche Vorgaben zu berücksichtigen. Eine zentrale Grundlage bildet dabei §27 der (Muster-)Berufsordnung für deutsche Ärzt:innen. Ergänzend spielt auch das Heilmittelwerbegesetz eine wichtige Rolle. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, Expert:innen hinzuzuziehen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.
Veröffentlicht: Februar 2026
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Verwendete Quellen
[1] praktischArzt: So gelingt ein erfolgreiches Praxismarketing
[2] Köhler, A., Gründer, M.: Online-Marketing für die erfolgreiche Arztpraxis.
[3] Google: Einfach online gefunden werden - mit Ihrem kostenlosen Unternehmensprofil auf Google
[4] Bundesärztekammer: Social Media: Vernetzt mit Kollegen und Patienten
[5] Weidner, S.: Online Marketing für Ärzte: Was wollen Patienten sehen?
[6] Obermann, K.: Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2019 - Was beeinflusst die Weiterempfehlungsbereitschaft von Patienten?